Krankenversicherung bei Ferien im Ausland

Die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) gewährleistet einen sehr viel geringeren Schutz als die private Krankenversicherung (PKV) und verursacht zudem oft höhere Kosten. Dies gilt auch bei Ferien im Ausland, da die GKV im Ausland kaum Zuzahlung bei ärztlichen Leistungen erbringt. Der oft nötige und sehr teure Rücktransport nach Deutschland wird von der gesetzlichen Krankenkasse generell nicht übernommen. Hierfür ist entweder eine vollwertige private Krankenversicherung oder (für GKV-Mitglieder) eine Reisekrankenversicherung nötig. Diese bieten einen sehr viel umfassenderen Versicherungsschutz bei Krankheit im Ausland und können Sie somit vor enorm hohen Kosten bewahren. Eine Krankheit oder eine Verletzung kann immer entstehen, auch im Urlaub.

So oder so ist die private Krankenversicherung im Normalfall eine bessere Option als die gesetzliche Krankenkasse. Nicht nur sind die Leistungen deutlich hochwertiger, auch sind die Kosten für den Versicherten oft sehr viel geringer. Zu den möglichen Leistungen gehören unter anderem die Kostenerstattung bei Zahnersatz und Sehhilfen, Einbettzimmer und Chefarztbehandlung im Krankenhaus und Heilpraktikerleistungen. Um ähnliche Leistungen in der Gesetzlichen zu erhalten besteht die Möglichkeit eine Krankenzusatzversicherung zu buchen. Wenn Sie möchten, können Sie auch den besonders preisgünstigen Basistarif der PKV wählen, der in puncto Preis und Leistung in etwa der gesetzlichen Krankenversicherung entspricht.

Während bei der GKV der Versichertenbeitrag auf dem Einkommen des Kunden basiert, ist die Beitragsberechnung der PKV einkommensunabhängig. Wesentliche Faktoren sind hier das Alter, das Geschlecht, der Beruf und der Gesundheitszustand des zu Versichernden. Daher können gerade gut verdienende Angestellte durch einen Wechsel in die Private hohe Einsparungen erzielen. 2010 wurden Neuregelungen beschlossen, die zu Beitragserhöhungen bei der GKV führen und den Wechsel in die PKV erleichtern werden. Viele gut verdienende Arbeitnehmer werden ab 2011 davon profitieren, dass sie künftig nur noch ein Jahr lang 49.500 Euro brutto verdienen müssen, um in die private Krankenversicherung wechseln zu dürfen.